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Literatur

Erzählungen, Gedichte, Bücher, Figuren und die Arbeit mit Sprache.

Absätze (5)

Die erste Seite eines Romans

344 Wörter

Eine Schriftstellerin saß vor einem leeren Dokument und fragte sich, mit welchem Bild ihr neuer Roman beginnen sollte. Sie kannte das Ende der Geschichte bereits ungefähr, doch der erste Satz blieb schwierig. Zunächst beschrieb sie ausführlich das Wetter und die Stadt, in der ihre Hauptfigur lebte. Beim erneuten Lesen merkte…

Die Übersetzerin und der fehlende Klang

324 Wörter

Leonie arbeitete an der Übersetzung einer kurzen Erzählung, in der das Geräusch des Regens eine wichtige Rolle spielte. Der ursprüngliche Text verwendete ein Wort, dessen Klang an feine Tropfen auf einem Blechdach erinnerte. Im Deutschen gab es zwar mehrere ähnliche Ausdrücke, aber keiner trug genau dieselbe Stimmung. Leonie konnte die…

Eine Bibliothek voller Randnotizen

328 Wörter

Bei der Sichtung einer privaten Büchersammlung entdeckte der Bibliothekar Felix einen Roman, dessen Seiten ungewöhnlich viele handschriftliche Anmerkungen enthielten. Am Rand standen Fragen, kurze Ausrufe und gelegentlich ein einzelnes Wort mit einem Fragezeichen. Felix wusste zunächst nicht, wem das Buch gehört hatte. Auf der ersten Seite fand er lediglich einen…

Ein Gedicht auf dem Heimweg

345 Wörter

Nach einem langen Arbeitstag fuhr Daniel mit der Straßenbahn nach Hause. Im Rucksack lag ein schmaler Gedichtband, den er in einem kleinen Laden gekauft hatte. Eigentlich hatte er nur wenige Minuten lesen wollen, doch eine Zeile über das Licht in einer leeren Wohnung hielt ihn fest. Sie erinnerte ihn an…

Wenn eine Figur ihre Meinung ändert

349 Wörter

In einem Schreibkurs sollten die Teilnehmenden eine Szene verfassen, in der eine Figur ihre Meinung verändert, ohne dass ein Erzähler diesen Wandel ausdrücklich erklärt. Nora entschied sich für einen alten Uhrmacher, der einen neuen Lehrling zunächst für ungeduldig hielt. Zu Beginn ließ sie den Mann jede Frage knapp beantworten und…